Der Westernsattel
Westernsättel sind für Komfort, Stabilität und Robustheit bekannt und deshalb besonders bei langen Geländeritten beliebt. Typisch sind ein tiefer Sitz, das Horn und die größere Auflagefläche.
Vorteile:
- Viel Stabilität und ein sicheres Sitzgefühl, auch bei langen Stunden im Sattel.
- Das Horn bietet eine zusätzliche Möglichkeit, Ausrüstung zu befestigen.
- Die große Auflagefläche verteilt das Gewicht des Reiters über einen größeren Bereich des Pferderückens.
- Viel Platz für Satteltaschen und weitere Ausrüstung.
Nachteile:
- Westernsättel sind häufig größer und schwerer als andere Satteltypen.
- Der tiefe Sitz entspricht nicht den Vorlieben jedes Reiters.
- Je nach Modell und Pferd kann die individuelle Anpassung eingeschränkter sein.
Wer das Westernreiten ausprobieren möchte, findet dafür auf amerikanischen Ranches wie der Circle Bar Ranch das passende Umfeld.

Der englische Sattel
Englische Sättel kennt man vor allem aus Dressur und Springreiten, sie werden aber auch sehr häufig beim Wanderreiten eingesetzt. Sie sind vergleichsweise leicht und ermöglichen einen engeren Kontakt zum Pferd.
Vorteile:
- Relativ leicht und einfach zu handhaben.
- Enger Kontakt zum Pferd und gute Wahrnehmung seiner Bewegungen.
- Viel Bewegungsfreiheit für unterschiedliche Sitzpositionen und Reitweisen.
- Viele Modelle und Anpassungsmöglichkeiten für unterschiedliche Pferde.
Nachteile:
- Auf sehr steilem oder unwegsamem Gelände kann sich ein englischer Sattel weniger „umschließend“ anfühlen als ein Westernsattel.
- Weniger Platz zum Befestigen von Gepäck und Satteltaschen.
- Kein Horn zum Befestigen zusätzlicher Ausrüstung.
Auf vielen SaddleTravel-Reisen wird englisches Sattelzeug verwendet, teilweise mit speziellen Wanderreitsätteln oder zusätzlichen Polsterungen für lange Tage im Sattel.

Der australische Stocksattel
Der australische Stocksattel verbindet Eigenschaften englischer und traditioneller Arbeitssättel. Er bietet viel Halt und wurde für lange Arbeitstage zu Pferd entwickelt.
Vorteile:
- Tiefer Sitz und ausgeprägte Pauschen sorgen für zusätzlichen Halt.
- Gute Gewichtsverteilung über den Pferderücken.
- Für lange Stunden und anspruchsvolles Gelände geeignet.
- Je nach Modell gute Möglichkeiten zur Anpassung an unterschiedliche Pferdetypen.
Nachteile:
- Kann schwerer und voluminöser sein als ein englischer Sattel.
- Der tiefere, stärker begrenzte Sitz gefällt nicht jedem Reiter.
Bei der Reitsafari in der Masai Mara stehen neben englischen Sätteln auf Anfrage auch einige australische Sättel zur Verfügung.

Der spanische Vaquera-Sattel
Der traditionelle spanische Vaquera-Sattel wurde für lange Arbeitstage zu Pferd entwickelt und wird bis heute in Regionen mit ausgeprägter iberischer Reitkultur eingesetzt.
Vorteile:
- Tiefer Sitz und hoher Hinterzwiesel bieten viel Stabilität.
- Die breite Auflagefläche verteilt das Reitergewicht.
- Gute Möglichkeiten, Satteltaschen und Ausrüstung zu befestigen.
- Traditionelle, unverwechselbare Optik.
Nachteile:
- Oft schwerer als englische Sättel.
- Außerhalb der entsprechenden Reitkultur weniger verbreitet.
- Der tiefe Sitz eignet sich nicht für jeden Reiter und jede bevorzugte Sitzposition.
Auf der Reise Die Kaffeeberge Kolumbiens wird mit handgefertigtem Western-/spanischem Sattelzeug geritten, das speziell für Wanderritte ausgelegt ist.

Der argentinische Gaucho-Sattel
Argentinische Sättel sind stark von der südamerikanischen Gaucho-Tradition geprägt. Sie werden für lange Geländeritte und die Arbeit mit Vieh eingesetzt und sind auf Komfort und Alltagstauglichkeit ausgelegt.
Vorteile:
- Robust und für anspruchsvolles Gelände geeignet.
- Sicheres Sitzgefühl bei langen Reittagen.
- Gute Gewichtsverteilung und hoher Komfort für Pferd und Reiter.
- Je nach Ausführung flexibel mit Decken, Fellen und Zubehör kombinierbar.
Nachteile:
- Die traditionelle Ausrüstung kann vergleichsweise schwer sein.
- Außerhalb Südamerikas weniger verbreitet.
- Das Sitzgefühl unterscheidet sich deutlich von englischen oder Westernsätteln und ist für viele Reiter zunächst ungewohnt.
Bei Los Potreros wird traditionelles argentinisches Sattelzeug mit Holzsätteln und mehreren Schichten Schaffell verwendet.

Der McClellan-Kavalleriesattel
Der McClellan-Sattel hat seinen Ursprung in der Kavallerie und wurde im 19. Jahrhundert für die US-Armee entwickelt. Seine leichte, funktionale Konstruktion wird auch heute noch auf manchen langen Geländeritten eingesetzt.
Vorteile:
- Leicht und gut ausbalanciert – praktisch für lange Reittage.
- Relativ direkter Kontakt zum Pferd.
- Stabiler Sitz durch die charakteristische Form.
- Gute Gewichtsverteilung auf dem Pferderücken.
Nachteile:
- Das besondere Sitzgefühl passt nicht zu jeder Reitweise.
- Weniger individuelle Anpassungsmöglichkeiten als bei vielen modernen Sätteln.
- Außerhalb bestimmter Regionen und Reitbetriebe eher selten.
Auf der Signature-Reitsafari in Südafrika wird mit südafrikanischen McClellan-Sätteln geritten, die sich besonders für lange Stunden im Sattel eignen.

Beim Wanderreiten gibt es also nicht den einen „besten“ Sattel. Entscheidend ist, dass die Ausrüstung zum Pferd, zum Gelände und zur Dauer der Reittage passt. Western-, englische, australische, spanische, argentinische und McClellan-Sättel bieten jeweils ein anderes Sitzgefühl und unterschiedliche Vorteile. Auf der jeweiligen Reiseseite finden Sie unter Sellerie & Reitausrüstung Informationen dazu, welches Sattelzeug auf Ihrer Reise verwendet wird.
